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Hoher Blutdruck ist weit verbreitet, bleibt weitgehend unbemerkt und wird gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt behandelt. Hier erfahren Sie, was er eigentlich ist, wie die evidenzbasierten Empfehlungen dazu aussehen und wo ein nährstoffreiches Blattgemüse wie Moringa hineinpasst – und wo nicht.
Was ist hoher Blutdruck?
Hoher Blutdruck, auch bekannt als Hypertonie, ist eine gesundheitliche Erkrankung, bei der der dauerhafte Druck des Blutes gegen die Arterienwände so stark ist, dass er langfristig zu gesundheitlichen Problemen, einschließlich Herzerkrankungen, führen kann. Es handelt sich um eine sehr häufige Erkrankung; laut der United States Preventive Services Task Force (USPSTF) haben etwa 45 % der Erwachsenen in den USA hohen Blutdruck.
Was sind die Symptome von hohem Blutdruck?
Menschen mit hohem Blutdruck bemerken oft keinerlei Symptome, weshalb Hypertonie auch als „stiller Killer" bezeichnet wird. Erreicht Ihr Blutdruck jedoch etwa 180/120 mm Hg, können folgende Symptome auftreten:
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Schwindel
- Verschwommenes oder Doppeltsehen
- Nasenbluten
- Herzklopfen
- Atemnot
Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf.
Was sind die Ursachen von hohem Blutdruck?
Bei den meisten Erwachsenen hat hoher Blutdruck keine bekannte Ursache. Er entwickelt sich meist schleichend über mehrere Jahre. Menschen mit den folgenden Erkrankungen sind jedoch anfälliger für hohen Blutdruck:
- Adipositas
- Typ-2-Diabetes
- Nierenerkrankungen
- Obstruktive Schlafapnoe
- Lupus
- Sklerodermie
- Schilddrüsenunter- oder -überfunktion
- Angeborene Erkrankungen wie das Cushing-Syndrom, Akromegalie oder Phäochromozytom
Wie senkt man hohen Blutdruck?
Eine Ursache für hohen Blutdruck ist eine Ernährung, die arm an nährstoffreichen Lebensmitteln ist. Das National Heart, Lung and Blood Institute (NHLBI) hat eine Diät speziell zur Senkung des Blutdrucks entwickelt, die DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension). Sie umfasst viel Obst, Gemüse und fettarme Milchprodukte. Auch Vollkornprodukte, Fisch, Geflügel, Hülsenfrüchte, Samen, Nüsse und Pflanzenöle gehören dazu. Moringa ist ein weiteres nährstoffreiches Blattgemüse, das sich gut in ein solches Ernährungsmuster einfügt.
Wie hängen hoher Blutdruck und Moringa zusammen?
Wo also passt Moringa in all das hinein? Bescheidener, als das Internet üblicherweise nahelegt – und das sollte man klar sagen: Moringa ist ein Lebensmittel und kein Medikament, und es in die Ernährung aufzunehmen, ersetzt nichts von dem, was Ihre Ärztin oder Ihr Arzt verordnet oder empfohlen hat. Was es bietet, sind Nährstoffe. Moringablätter werden seit Jahrhunderten als alltägliches Blattgemüse gegessen und sind reich an Kalium, Kalzium, Magnesium und einer langen Liste von Vitaminen. Eine Tasse Moringablätter enthält etwa dreimal so viel Kalium wie eine Banane. Konzentrationen wie diese sind der Grund, warum Moringa in einem Atemzug mit anderen bekannten Blattgemüsen wie Grünkohl genannt wird.
Kalzium, Magnesium, Kalium, Zink und Vitamin E sind die Nährstoffe, die in Ernährungsempfehlungen rund um die Herzgesundheit am häufigsten zur Sprache kommen, und Moringablatt enthält sie alle – es wurde außerdem in einer Rattenstudie von 2019 zu Moringa-Blattextrakt untersucht. Kalzium beispielsweise wird für die normale Kontraktion und Entspannung der glatten Muskulatur benötigt, einschließlich der Muskulatur in den Wänden Ihrer Blutgefäße. Ernährungsfachkräfte verweisen dafür in der Regel eher auf Lebensmittel als auf eine Tablette, einfach weil Lebensmittel das übrige Nährstoffpaket gleich mitbringen. Moringablattpulver kann neben Milchprodukten, Blattgemüse, Bohnen und angereicherten Lebensmitteln als eine von mehreren täglichen Kalziumquellen stehen – und nicht als Ersatz für eine davon.
Was sollten Sie über hohen Blutdruck und den Konsum von Moringa wissen?
Wenn Sie bereits mit hohem Blutdruck leben, ist dies der wichtigste Teil dieser Seite: Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, bevor Sie Moringa oder ein anderes pflanzliches Produkt in Ihren Alltag aufnehmen. Das gilt umso mehr, wenn Sie Blutdruckmedikamente einnehmen: Eine neue tägliche Ergänzung der Ernährung ist dann ein Gespräch wert und kein Experiment, das Sie auf eigene Faust durchführen sollten – und sie ist nie ein Grund, ein Rezept abzusetzen oder zu verändern. Wenn das geklärt ist: Moringa ist ein nahrhaftes Lebensmittel und lässt sich leicht in eine normale Woche einbauen. Sie können frische Moringablätter verzehren oder Moringapulver verwenden. Das aus getrockneten und gemahlenen Moringablättern hergestellte Pulver hat einen milden Geschmack mit einer leicht erdigen Note. Sie können es zu Smoothies oder Salaten hinzufügen oder eine Tasse frisch aufgebrühten Moringa-Tee genießen.
Diese Aussagen wurden von der Food and Drug Administration nicht bewertet. Diese Produkte sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder vorzubeugen. Es gibt zwar vielversprechende Forschung, die derzeit Moringa und ähnliche Produkte untersucht, doch wir konzentrieren uns lieber auf ihre ernährungsphysiologischen Eigenschaften.