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Moringa, Spirulina, Chiasamen und Kurkuma werden alle als Superfoods bezeichnet, dabei sind es recht unterschiedliche Dinge, die recht unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Hier steht, was jedes davon tatsächlich enthält und wo die Vergleiche zwischen ihnen tragen.
Antioxidantiengehalt
Moringa steckt voller Antioxidantien, darunter Vitamin C, Beta-Carotin, Quercetin und Chlorogensäure. Vitamin C und Vitamin E tragen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen, und die Polyphenole im Blatt sind das, was die Laborforschung tatsächlich vor allem untersucht. Vergleiche von Superfoods anhand von „Antioxidantienwerten“ sollte man allerdings mit einer gewissen Vorsicht betrachten: Die Zahlen verschieben sich je nach verwendetem Testverfahren und danach, wie das Material getrocknet wurde, sodass eine Rangliste einer Pflanze gegenüber einer anderen fast ebenso viel über die Methode aussagt wie über die Pflanze.
Vollständiges Proteinprofil
Eines der herausragenden Merkmale von Moringa ist sein vollständiges Proteinprofil, das alle neun essenziellen Aminosäuren enthält. Das macht es zu einer hervorragenden pflanzlichen Proteinquelle für Vegetarier und Veganer. Spirulina und Chiasamen liefern ebenfalls Protein — Spirulina ist von den dreien bezogen auf die Trockenmasse am proteinreichsten —, während sich Moringa dadurch auszeichnet, dass sein Aminosäureprofil vollständig ist.
Reich an Nährstoffen
Moringa ist nicht nur reich an Antioxidantien und Protein, sondern enthält auch eine breite Palette essenzieller Nährstoffe, darunter die Vitamine A, B und K sowie Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Eisen. Genau diese Bandbreite ist gemeint, wenn das Blatt als nährstoffdicht bezeichnet wird: eine Reihe verschiedener Mikronährstoffe in einer kleinen Menge Trockenmasse.
Wie die anderen abschneiden
Jedes dieser Lebensmittel kann etwas anderes besonders gut, und die ehrliche Antwort auf die Frage „Was ist am besten?“ lautet, dass sie eigentlich gar nicht miteinander konkurrieren:
- Spirulina — ein Cyanobakterium und keine Pflanze, bezogen auf die Trockenmasse ungewöhnlich proteinreich, mit einem kräftigen Meeresaroma, das die meisten Menschen lieber in einem Smoothie verstecken.
- Chiasamen — herausragend sind die Ballaststoffe und das Gel, das sie in Wasser bilden, dazu Alpha-Linolensäure, ein pflanzliches Omega-3.
- Kurkuma — ein Wurzelstock, der als Gewürz verwendet wird. Sein Curcumingehalt ist das, was die Forschung interessiert, und Curcumin wird für sich allein nur schlecht aufgenommen, weshalb es traditionell mit Fett und schwarzem Pfeffer gekocht wird.
- Moringa — ein Blatt, in seiner Rolle eher mit Spinat oder Grünkohl verwandt als mit einem Nahrungsergänzungsmittel: eine breite Abdeckung an Mikronährstoffen und ein vollständiges Aminosäureprofil, in einem milden, pflanzlichen Pulver, das in fast allem verschwindet.
Was die Nährstoffe tatsächlich tun
Das ist der Teil, der üblicherweise aufgebauscht wird, deshalb hier in unaufgeregter Form. Vitamin C trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Eisen trägt zum normalen Sauerstofftransport im Blut und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Kalzium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei. Die Ballaststoffe im Blatt unterstützen eine gesunde Verdauung. Das sind Aussagen über normale Körperfunktionen, und genau das ist das richtige Register für ein Lebensmittel — das Praktische an Moringa ist, dass eine einzige Zutat gleich mehrere davon abdeckt.
Die besondere Kombination von Moringa besteht aus einer breiten Abdeckung an Mikronährstoffen zusammen mit einem vollständigen Aminosäureprofil. Moringa in die eigene Ernährung aufzunehmen ist eine einfache Möglichkeit, dem Tag ein nährstoffdichtes Grün hinzuzufügen — eine bescheidene Aussage über ein Lebensmittel und ungefähr so viel, wie eine einzelne Zutat für sich beanspruchen kann.
Diese Aussagen wurden nicht von der US-amerikanischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) geprüft. Diese Produkte sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder ihnen vorzubeugen.