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Küchenkräuter sind eine der einfachsten Möglichkeiten, menschliches Essen nach etwas schmecken zu lassen. Da liegt die Frage nahe, ob dieselben Gläser auch das Hundefutter interessanter machen können, und die Antwort lautet: eingeschränkt ja – für eine kurze Liste, in kleinen Mengen, mit dem Segen der Tierarztpraxis.
Die Einschränkung ist wichtig, denn viele ganz gewöhnliche Küchenzutaten sind für Hunde überhaupt nicht geeignet. Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch und Lauch schädigen die roten Blutkörperchen von Hunden. Weintrauben und Rosinen werden bei Hunden mit Nierenversagen in Verbindung gebracht. Xylit, der Süßstoff in vielen „zuckerfreien“ Produkten, ist schon in sehr kleinen Mengen gefährlich. Konzentrierte ätherische Öle sind noch einmal etwas völlig anderes als das getrocknete Blatt. „Natürlich“ und „für Hunde unbedenklich“ sind zwei voneinander unabhängige Kategorien.
Also: drei Kräuter, die in maßvollen Mengen allgemein als hundeverträglich gelten, was sie sind und wie Menschen sie verwenden.
KURKUMA
Kurkuma ist das getrocknete Rhizom von Curcuma longa und verdankt seine Farbe und den größten Teil des Forschungsinteresses dem Curcumin, einem Polyphenol, das umfangreich auf seine antioxidativen Eigenschaften untersucht wurde. Curcumin wird allein schlecht aufgenommen, weshalb traditionelle Zubereitungen es mit Fett und schwarzem Pfeffer kombinieren.
Die übliche Zubereitung zu Hause ist die „goldene Paste“, die die meisten Hunde untergemischt gern fressen:
- ½ Tasse Bio-Kurkumapulver
- 1 bis 1½ Tassen gefiltertes Wasser
- ¼ Tasse kaltgepresstes Bio-Kokosöl
Zubereitung: Rühren Sie das Kurkuma bei niedriger bis mittlerer Hitze sieben bis zehn Minuten in das Wasser, bis es zu einer Paste eindickt. Vom Herd nehmen, das Kokosöl einrühren und abkühlen lassen. In einem verschlossenen Glas hält sie sich bis zu zwei Wochen im Kühlschrank.
Menge: Das Rezept ergibt viel, und was in den Napf kommt, ist wenig – bei einem kleinen Hund ein Bruchteil eines Teelöffels. Fragen Sie vorher in der Tierarztpraxis nach einer Menge, die zum Gewicht Ihres Hundes passt, und denken Sie daran, dass Kurkuma alles färbt, was es berührt, auch die Schnauze eines hellen Hundes.
MORINGA
Moringa ist das getrocknete Blatt von Moringa oleifera, einem schnell wachsenden Baum, der vom indischen Subkontinent stammt. Als Lebensmittel ist es ungewöhnlich nährstoffdicht: eine Quelle für die Vitamine A, C und E, Calcium, Eisen, Kalium und Magnesium – und eines der wenigen Blattgemüse mit allen neun essenziellen Aminosäuren. Der Geschmack ist mild und grasig statt stechend, was zählt, wenn das Gegenüber vierzigmal so viele Riechzellen hat wie Sie.
Das sind Angaben zur Zusammensetzung des Blattes. Was sie für einen bestimmten Hund bedeuten – der womöglich bereits ein vollwertiges, ernährungsphysiologisch ausgewogenes Futter bekommt –, ist eine Frage für die Tierarztpraxis und nicht für einen Blog. Ein Hund mit vollwertigem Futter braucht keine Ergänzung, und mehr Nährstoffe sind nicht automatisch besser.
Wenn Ihre Praxis einverstanden ist, funktionieren diese Kekse als gelegentliche Belohnung:
- 2 EL Moringapulver
- 1 Tasse Vollkornweizenmehl
- Eine kleine Handvoll frische Minzblätter, fein gehackt
- 1 EL Honig
- 1 Ei
- 1 Apfel, geschält, entkernt und gerieben
- ½ Tasse Wasser, nach und nach zugegeben
Zubereitung: Ofen auf 175 °C vorheizen. Mehl, Moringa und Minze in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Ei, Honig und geriebenen Apfel verquirlen, dann zur trockenen Mischung geben und nach und nach Wasser zufügen, bis ein fester Teig entsteht. Auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen und auf einem Blech mit Backpapier 20–25 Minuten backen, bis die Kekse trocken und leicht goldbraun sind. Vor dem Servieren vollständig auskühlen lassen; in einer luftdichten Dose bis zu einer Woche haltbar, alternativ einfrieren.
Zwei Hinweise: Zwei Esslöffel Moringa auf die ganze Menge sind Absicht – Moringa ist durchsetzungsfähig, und eine halbe Tasse ergäbe Kekse, die die meisten Hunde verweigern. Und Leckerlis jeder Art sollten unter rund 10 % der Tageskalorien eines Hundes bleiben, was weniger Kekse sind, als es klingt.
INGWER
Ingwer ist das Rhizom von Zingiber officinale, und seine charakteristische Schärfe stammt von Gingerolen und Shogaolen. Er hat eine lange kulinarische und traditionelle Geschichte bei Mensch und Tier, und eine sehr kleine Menge fein geriebener frischer Ingwer – oder eine Prise des getrockneten Pulvers – gilt untergemischt allgemein als unproblematisch.
Ingwer ist zugleich das Kraut auf dieser Liste, das am ehesten aus einem bestimmten Anlass empfohlen wird – und genau dann sollten Sie innehalten und stattdessen in der Praxis anrufen. Erbrechen, Futterverweigerung, Teilnahmslosigkeit und Reiseübelkeit haben Ursachen, die man kennen sollte, und zuerst zum Küchenmittel zu greifen kann verzögern, dass man sie herausfindet.
Die Regel, die für alle drei gilt
Führen Sie jeweils nur eine neue Sache ein, in kleiner Menge, und beobachten Sie ein paar Tage, bevor Sie entscheiden, dass sie Ihrem Hund bekommt. Verzichten Sie ganz darauf, wenn Ihr Hund trächtig ist, säugt, sehr jung oder sehr alt ist, Medikamente bekommt oder eine bekannte Erkrankung hat – Kräuter können mit Arzneimitteln wechselwirken, und die Menge hängt vom Gewicht ab.
Und fragen Sie vorher in Ihrer Tierarztpraxis nach. Dort kennt man die Vorgeschichte Ihres Hundes, und eine Zwei-Minuten-Frage beim nächsten Termin ist ein weit besserer Plan als ein Internetkonsens.
Die Moringaprodukte von Miracle Tree sind für Menschen gemacht, nicht für Haustiere. Alles oben Beschriebene bezieht sich darauf, wie diese Kräuter üblicherweise in der Küche verwendet werden, und nichts davon ist tierärztliche Beratung.
Diese Aussagen wurden nicht von der US-amerikanischen Food and Drug Administration bewertet. Dieses Produkt ist nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder ihnen vorzubeugen.
Sprechen Sie immer mit einer medizinischen Fachperson, bevor Sie Ihre Ernährung umstellen – besonders in der Schwangerschaft, in der Stillzeit oder bei bestehenden Erkrankungen.