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Standen Sie schon einmal mitten im Obstgang im Supermarkt und haben sich gefragt, warum ein Beutel Bio-Äpfel 50 % mehr kostet als derselbe Beutel nicht-biologischer Äpfel?
Schließlich ist ein Apfel doch einfach nur ein Apfel? Was könnte da schon der Unterschied sein?
Sie haben sich diese Frage wahrscheinlich schon hundertmal gestellt und trotzdem... würden Sie jederzeit lieber die Bio-Tüte statt der herkömmlichen Tüte kaufen! Es ist, als hätte das Wort „Bio" eine gewisse hypnotische Kraft, die uns dazu bringt zu glauben, dass es gesünder und besser ist als sein Gegenstück. Auch wenn das durchaus zutreffen mag - worin genau besteht eigentlich der Unterschied?
Der Unterschied zwischen Bio- und konventionellen Lebensmitteln
Der Hauptunterschied zwischen Bio- und konventionellen Lebensmitteln liegt in der Art ihrer Herstellung. Mit anderen Worten: Der Unterschied liegt in den landwirtschaftlichen Techniken, die zur Erzeugung der jeweiligen Produkte verwendet werden.
Im Gegensatz zu konventionellen Lebensmitteln setzt der Bio-Landbau Anbautechniken ein, die den Einsatz erneuerbarer Ressourcen sowie den Erhalt von Boden und Wasser betonen. Sie unterliegen strengen Vorschriften gemäß dem Organic Foods Production Act (OFPA) und dem US-Landwirtschaftsministerium (USDA). Ebenso müssen sie ohne den Einsatz konventioneller Pestizide, Düngemittel, Hormone, Antibiotika und gentechnisch veränderter Organismen (GVO) hergestellt werden[1]. Darüber hinaus verbieten oder beschränken Bio-Vorschriften stark den Einsatz von Verarbeitungshilfsstoffen, Lebensmittelzusatzstoffen und Anreicherungsmitteln, die in nicht-biologischen Lebensmitteln häufig vorkommen.
Folglich nennen die meisten Menschen gesunde Ernährung und die Vermeidung von Chemikalienrückständen als Hauptgründe, warum sie sich für den Kauf von Bio-Produkten entscheiden[2]. Obwohl es keine konkreten Beweise dafür gibt, dass Bio-Lebensmittel „gesünder" sind, haben mehrere Studien ergeben, dass Bio-Lebensmittel mehr antioxidative Verbindungen und niedrigere Werte an toxischen Pestiziden enthalten als konventionelle Lebensmittel[3].
Tatsächlich könnte man sagen, dass der Einsatz von Pestiziden in konventionellen Lebensmitteln der Hauptgrund dafür ist, warum sich Menschen für den Kauf von Bio-Produkten entscheiden.
Was sind Pestizide, und wie wirken sie sich auf Sie aus?
Der Begriff „Pestizide" umfasst eine breite Palette von Verbindungen, darunter unter anderem Bakterizide, Insektizide, Herbizide und Fungizide[4].
Pestizide werden eingesetzt, um Schädlinge zu bekämpfen oder abzutöten, die sich von Nutzpflanzen ernähren, Krankheiten verbreiten und/oder Sachschäden verursachen. Leider lassen sich die Auswirkungen solcher Pestizide nicht auf die Zielschädlinge begrenzen, da sie dazu neigen, sich durch den Wind zu verbreiten, ins Wasser abzufließen, Tiere zu kontaminieren und Rückstände auf Erzeugnissen zu hinterlassen[5].
Aufgrund ihrer toxischen Natur stellt die Pestizidexposition ein erhebliches Anliegen dar, da sie mit einer Vielzahl von Erkrankungen in Verbindung gebracht wurde. Insbesondere haben mehrere Studien die Pestizidexposition mit Parkinson, kindlicher Leukämie, Lymphomen, Asthma und Autismus in Verbindung gebracht[6].
Bevor Sie in Panik geraten, beachten Sie bitte, dass sich die zuvor genannten Erkrankungen auf eine erhebliche Pestizidexposition beziehen, die über die Haut, die Lunge oder den Mund aufgenommen werden kann[7].
Es gibt nur begrenzte Möglichkeiten, sich selbst zu schützen, da eine Pestizidexposition jederzeit und überall auftreten kann. Sie können das Risiko jedoch deutlich verringern, indem Sie Bio-Lebensmittel wählen, die deutlich weniger Pestizidrückstände enthalten.
Wenn Sie sich für den Kauf von Bio-Produkten entscheiden, beachten Sie bitte Folgendes...
So wie nicht alle Menschen gleich sind, sind auch nicht alle Bio-Lebensmittel gleich. Sie sollten auf das USDA-„Organic"-Siegel achten und in der Lage sein, die verschiedenen Arten von Bio-Lebensmitteln zu unterscheiden.
Denken Sie daran...
- 100 % Bio = besteht vollständig aus biologischen Zutaten
- Bio = besteht zu mindestens 95 % aus biologischen Zutaten
- Hergestellt mit Bio-Zutaten = besteht zu mindestens 70 % aus biologischen Zutaten[8]
Wenn Sie bei den Kennzeichnungen noch etwas unsicher sind, nehmen Sie unseren Moringa-Tee als Beispiel. Wie Sie sehen können, ist unser USDA-Organic-Siegel auf der Verpackung unseres Produkts abgebildet, damit Kunden wie Sie genau wissen, was sie kaufen!
* Haftungsausschluss: Diese Aussagen wurden nicht von der US-amerikanischen Food and Drug Administration geprüft. Diese Produkte sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder ihnen vorzubeugen.
Quellen:
[1] https://www.nal.usda.gov/afsic/organic-productionorganic-food-information-access-tools
[2] https://www.theguardian.com/environment/2014/jul/11/organic-food-more-antioxidants-study
[3] https://www.theguardian.com/environment/2014/jul/11/organic-food-more-antioxidants-study
[4] http://www.epa.nsw.gov.au/your-environment/pesticides/pesticide-use-nsw
[5] https://www.globalhealingcenter.com/natural-health/effects-of-pesticides/
[6] http://www.havahart.com/why-organic-harmful-effects-of-chemical-pesticides
[7] http://www.ccohs.ca/oshanswers/chemicals/pesticides/health_effects.html
[8] https://www.healthline.com/nutrition/what-is-organic-food#section7